Custom-ROM statt Stock-ROM, was ist das eigentlich?

Das Stock-ROM Version ist eine vom Hersteller vorinstallierte Version des Betriebsystems, incl Bootloader.
Das Custom-ROM ist ein abgewandeltes oder gar komplett neues Betriebssystem.
Meist werden die Begriffe im Zusammenhang mit dem Smartphone-Betriebsystem Android benutzt.

Im November 2012 habe ich mir im Zuge einer Vertragsverlängerung das Samsung Galaxy Note II gekauft.
Weil ich schon immer größere Displays bevorzugt habe, war die Frage nach einem Nachfolger für HTC Desire HD schon allein dadurch bestimmt.
Im Laufe der Zeit hat es 2 kleine Updates für die Software gegeben, jeweils Monate nach Veröffentlichung der original Android-Version.
Samsung fällt mit diesem langsamen Update-Verhalten sehr negativ auf, denn Sony, LG & Co sind bedeutend schneller.

Im Oktober 2013 war es für mich dann soweit, denn es kamen seit 02’2013 keine Updates mehr, obwohl Android bereits seit 7’2013 in der Version 4.3 verfügbar war.
Ich wühlte mich durch Foren, Anleitungen und Videos.
Die Entscheidung zum CyanogenMod war nicht schwer, denn schließlich hängt dort eine große Community hinter.
Anleitungen, meist auf Englisch waren ausreichend dokumentiert und halfen wunderbar durch den Installationsprozess.
Dies habe ich auch für Freunde vollzogen und mehrfach für mein eigenes Handy wiederholt.
Leider gab es zu dem Zeitpunkt noch kein CM-Installer, zumal ich den auch jetzt noch nicht für ideal ansehe.

Pro Custom-ROM:

  • häufiger und schnellere Updates
  • meist aktuellste Android-Version
  • keine/kaum Anwendungen vorinstalliert
  • geringerer Stromverbrauch, weil Apps schlicht nicht vorinstalliert sind
  • für jede App kann der Datenschutz(Kontaktdaten lesen, Standort ermitteln, Fotos laden) individuell eingestellt werden

Pro Stock-ROM

  • Längere Testphasen reduzieren

Contra Custom-ROM

  • Häufig verursachen kleine Treiberfehler Probleme
  • Hardware-Spezials sind teils nicht voll eingebunden(u.a. Stift beim Note II)

Contra Stock-ROM

  • langsame Updates
  • vorinstalliere und unliebsame Software(Facebook, Twitter, Dropbox & Co)
  • keine Kontrolle über den Privatsphärenschutz

Das sind meine persönlichen Erfahrungen.
Ich liebe es, technisch recht aktuell zu sein und diesen Fortschritt selbst bestimmen zu können.

Natürlich gilt auch immer: Jeder muss das für sich selbst entscheiden.